Energetische Sanierung Wohnanlage Märkische Scholle
Analyse & Sanierungs- und Energiekonzept & Kommunikationsstrategie
Berlin, 2012 – 2013
Energetische Sanierung Wohnanlage Märkische Scholle
Analyse & Sanierungs- und Energiekonzept & Kommunikationsstrategie
Mahlow bei Berlin, 2012 – 2013
Die Aufgabe war, für eine sanierungsbedürftige Wohnanlage ein integriertes Gesamtkonzept zu erarbeiten, das soziale und energetische Anforderungen verbindet. Im Fokus standen ein altersgerechter Umbau, mehr Familienfreundlichkeit sowie Maßnahmen zur Begrenzung steigender Energiekosten.
Der Auftrag umfasste ein Sanierungskonzept für 841 Wohneinheiten der Wohnanlage.
Es handelt sich um die größte Anlage der Wohnungsgenossenschaft Märkische Scholle (gegründet 1919, ca. 3.565 Wohneinheiten insgesamt). Der Bestand besteht überwiegend aus 2–3-geschossigen Mehrfamilienhäusern aus den 1930er Jahren.
In den 1960er Jahren wurde die Siedlung durch Hochhäuser sowie 3–4-geschossige Mehrfamilienhäuser ergänzt.
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Übergeordnetes Sanierungskonzept
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Übergeordnetes Energiekonzept zur Quartiersversorgung
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Übergeordnetes Finanzierungskonzept
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Kommunikationsstrategie & Projektbegleitung
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Standort
Berlin
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Bauherr
Wohnungsgenossenschaft Märkische Scholle e. V.
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Verantwortlicher Architekt und Projektleiter
Taco Holthuizen, Dipl.-Ing. Architekt
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Planung
eZeit Ingenieure GmbH
damaliger GF: Taco Holthuizen -
Projektjahr
2012 – 2013
Bautypologie & Größe
Stadtquartier, 41 Wohngebäude mit 2-7 Geschossen, 841 WE
Ca. 47.000 m² WFL
- Analyse und Bewertung der Gebäudetypen sowie des Sanierungsstaus.
- Bestandsaufnahme der baulichen Zustände (Grundrisse, Gebäudehülle, Haustechnik).
- Bewertung der Wohnqualität: Wohnungsgrößen und -zuschnitte inkl. Mieterbefragung zur Zufriedenheit.
- Prüfung der Wärmeversorgung anhand von Heizkostenabrechnungen, Berechnungen und Vor-Ort-Begehungen.
- Thermografie der Gebäude und des Wärmeverteilnetzes zur Identifikation von Verlusten.
- Potenzialanalyse für zusätzlichen Wohnraum (Nachverdichtung/Neubau) und barrierearme bzw. altersgerechte Umbauten.
- Bewertung von Maßnahmen zu Fassadendämmung und Schallschutz.
- Untersuchung zur Regenwasserversickerung.
- Machbarkeitsprüfung für Tiefgarage und Angebote zur Elektromobilität.
- Variantenvergleich der Sanierung inkl. Wirtschaftlichkeitsanalyse.
- Umsetzungsstrategie mit Bauphasenplanung.
Projektbegleitung & Kommunikation
Die mehrstufige Konzept- und Entscheidungsphase umfasste u. a.:
- mehrere Präsentationen zu Konzeptvarianten, Haustechnikkomponenten und Wirtschaftlichkeitsberechnungen für den Aufsichtsrat der Genossenschaft,
- Mitwirkung bei Mieterinformationsveranstaltungen und der Vertreterversammlung,
- Erstellung von Info-, Bild- und Grafikmaterial zur verständlichen Darstellung der Konzepte.
Auf Basis der Analysen, Kostenschätzungen und Wirtschaftlichkeitsvergleiche wurde eine mehrstufige Sanierungsstrategie entwickelt. Sie umfasst u. a.:
- konventionelle Strangsanierungen mit Einbindung erneuerbarer Energien in das bestehende System sowie Verbesserungen am Wärmeschutz,
- die energetische Sanierung mehrerer Gebäude aus den 1930er Jahren mit vollständiger Versorgung aus erneuerbaren Quellen,
- Dachgeschossausbauten mit modernen, familiengerechten Grundrissen,
- zwei hoch energieeffiziente, barrierearme Verdichtungsneubauten,
- altersgerechte und familienfreundliche Ersatzneubauten für wirtschaftlich nicht mehr sanierungsfähige Bestandsgebäude.
Konzeptvorstellung bei Mieterversammlung Märkische Scholle. © Alle Bilder: Sergey Kleptcha








