Klimaaktive Quartiersinfrastrukturen statt Gebäude-Einzelversorgung
Moderne Gebäudetechnik, 6/2026
Von: Michael Viernickel
Die Wärmewende im Gebäudebestand wird bisher überwiegend als Summe einzelner Sanierungs- und Heizungsprojekte behandelt. Dieser Ansatz bindet erhebliche öffentliche und private Mittel, erzielt jedoch häufig nur begrenzte Synergien: Gebäudehülle, Wärmeversorgung, Klimaanpassung, Gewässer- und Regenwasserbewirtschaftung, Gesundheitsschutz und soziale Auswirkungen werden getrennt geplant und aus unterschiedlichen Haushalten finanziert.
Mit einem anderen Ansatz lassen sich Haushaltsmittel wirksamer einsetzen, Lebensbedingungen verbessern und Vertrauen in öffentliche Handlungsfähigkeit stärken.

Illustration: Michael Viernickel/ChatGPT 2026: Eine Kaltnetzinfrastruktur mit Aquiferspeicher sammelt Umweltwärme für den Winter ein, kühlt zugleich die Aufenthaltsräume von Menschen und entfeuchtet die Luft zugunsten der Baumbewässerung.






