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Publikation
17. September 2026

acatech IMPULSE: „Mehr bezahlbares Wohnen im Bestand“

Handlungsoptionen für Bund, Länder, Kommunen und kommunale Einrichtungen
acatech IMPULSE, München, 09.2026
Mitwirkung: Taco Holthuizen

Task Force Quartiere logo

© arcatech

Mehr bezahlbarer Wohnraum?

Wir müssen nicht nur neu bauen, sondern auch den Bestand besser nutzen.

Als Teil des Expert:innen-Kreises im Projekt Bauen & Wohnen, koordiniert von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, habe ich mich gemeinsam mit rund 40 Fachleuten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft mit einer zentralen Frage beschäftigt:

Wie können wir im urbanen Gebäudebestand zusätzlichen und bezahlbaren schaffen?

Die Potenziale sind da – etwas durch Umnutzungen, Aufstockungen, Anbauten oder andere Formen der Nachverdichtung auf bereits versiegelten Flächen. Zudem fördern diese Maßnahmen den Klimaschutz: Sie senken CO2-Emissionen, schonen Ressourcen, vermeiden zusätzliche Flächenversiegelung und erhalten baukulturelle Werte. In der Praxis scheitert es jedoch häufig an rechtlichen Unsicherheiten, aufwendigen Verfahren, unzureichenden Förderbedingungen – oder in der Quartierssanierung, an Ängsten und Unwissenheit im Transformationsprozess der Energieversorgung.

Genau hier setzen die beiden acatech IMPULSE an, die im Projekt entstanden sind. Hier haben wir konkrete Handlungsoptionen für Bund, Länder und Kommunen zusammengestellt.

Im acatech IMPULS „Mehr bezahlbares Wohnen im Bestand – Handlungsoptionen für Bund und Länder“ geht es darum, welche rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen verbessert werden sollten. Im Fokus stehen unter anderem:

  • ein rechtssicheres kommunales Vorkaufsrecht
  • Erleichterungen für das Bauen im Bestand
  • eine evidenzbasierte Optimierung der Abwicklung von Bauprojekten
  • die Weiterentwicklung der Förderung zur Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum
  • die Entwicklung von Schnittstellenkompetenzen für eine interdisziplinäre Stadtplanung

Im acatech IMPULS „Mehr bezahlbares Wohnen im Bestand – Handlungsoptionen für Kommunen und kommunale Einrichtungen“ werden Handlungsspielräume für die Stadt- und Quartiersplanung skizziert, die Kommunen dabei helfen sollen, Bezahlbarkeit zu sichern. Hier geht es um:

  • kommunale Steuerungsinstrumente für Boden und Wohnraum
  • digitale katastergestützte Erfassung und Aktivierung von
  • Wohnraumpotenzialen
  • optimierte Projektabwicklung im kommunalen Wohnungsbestand
  • Vernetzung und Qualifizierung für eine integrierte Planung

Bestandsentwicklung ist nicht nur eine technische oder planerische Aufgabe. Sie braucht das Zusammenspiel verschiedener Disziplinen, klare Zuständigkeiten und Rahmenbedingungen, die gute Lösungen ermöglichen, statt sie auszubremsen.

Wenn wir bezahlbaren Wohnraum schneller schaffen wollen, sollten wir deshalb stärker auf das setzen, was bereits da ist. Der Gebäudebestand bietet hier enormes Potenzial.

Beide Publikationen stehen unter diesen Links jeweils als Lang- und Kurzfassung zum Download bereit.


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